Donnerstag, 31. Mai 2012

TTT - Heute in Blau


Umso mehr ich schreibe und umso öfter ich mit Büchern zu tun habe, umso mehr merke ich, was für ein Bücherwurm ich bin. Entsprechend finde ich es unglaublich schön, mich mit anderen Bücherwürmern auszutauschen oder sich einfach mit dem Element Buch zu beschäftigen.
Das geht über die Challenges sehr gut, wie ich finde. Alice hat nun eine Challenge ins Leben gerufen, bei der es weniger darum geht, bestimmte Bücher zu lesen, als viel mehr darum, sich mit dem vorhandenen Regal auseinanderzusetzen.

Jeden Donnerstag möchte sie einen Blick in unser Regal werfen - und das setzt voraus, dass man es selbst tut. Seine Schätze ausgräbt, sich erinnert, lächelt, sich freut.
Dieses Mal möchte Alice zehn Bücher mit blauem Cover aus unserem Schrank sehen. Das fiel mir relativ leicht. Ich hatte deutlich mehr Auswahl als die geforderten zehn Exemplare.
Hier kommen sie

Meine zehn blauen Bücher 


Ich sehe schon es kommen: Am Ende läuft es darauf hinaus, dass mir auffällt, wie viele Lieblingsbücher ich noch nicht rezensiert habe. Aber wir haben ja Zeit. 

Liebe Grüße, Raik






Montag, 28. Mai 2012

Incubus ist online

Meine sehr verehrte Damen und Herren,

der Incubus Verlag geht offiziell online. Aber heute sind wir im Internet vertreten und erreichbar. Insbesondere möchte ich auf die Ausschreibung für Autoren hinweisen, die sich an unserer Anthologie beteiligen wollen. Alles weitere findet ihr unter

Wir freuen uns auf euch!

Liebe Grüße,
Raik und die Incubi


Freitag, 25. Mai 2012

Zenjanischer Lotus

Nun gut,
nachdem ich - ich liebe diesen Begriff, danke Frau J. K. R., - in einen Hagelsturm aus Eulen geraten bin, nachdem ich die Titeländerung von Lotus angekündigt hatte, sollt ihr euren Willen haben.

Zenjanischer Lotus bleibt Zenjanischer Lotus.


Mir ist ein bisschen flau dabei, aber andererseits ... das Autorenherz war eh gegen die Änderung. Wobei es nach dem Autorenherz nicht unbedingt geht. Gehen darf.
Aber wenn ich für euch dadurch das Gesamtkonzept zerrupfe und etwas, was ihr lieb gewonnen habt, weniger schön mache, dann wäre das auch nicht sonderlich klug.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ihr so an dem Titel hängt. Das ist schon rührend.

Liebe Grüße,
Raik

Dienstag, 22. Mai 2012

Titeländerung

Hallo, zusammen,

wie ihr wisst neigt sich Zenjanischer Lotus dem Ende zu. Das bedeutet, dass es sich auf die Veröffentlichung zubewegt. Leider ist der bisherige Titel aus den verschiedensten Gründen für eine Veröffentlichung ungünstig. Das heißt, es muss ein anderer Name her. Noch habe ich keine Entscheidung gefällt, aber wir sind fleißig dabei., Optionen zu wälzen. Und natürlich erfahrt ihr hier und über die üblichen Quellen, welchen Titel das Schätzchen am Ende bekommt.

Darüber hinaus kann ich stolz verkünden, dass das Cover für Lotus bereits in trockenen Tüchern ist. Noch sind wir nicht bereit, es zu präsentieren, aber vielleicht rutscht mir ja bei Gelegenheit ein Häppchen heraus. Ganz aus Versehen, versteht sich.


Hops, da war es schon geschehen. Was für ein Unglück. ;)

Liebe Grüße,
Raik



Sonntag, 20. Mai 2012

Buchrezension: James Buchanan - The Good Thief

Einmal mehr schlage ich mich in die Buchwelt von James Buchanan. Und einmal mehr habe ich mit "The Good Thief" ein Buch gefunden, dass ich sicher gern wieder zur Hand nehmen werde.
Das Rezept ist altbewährt - und funktioniert immer noch, weil die Charaktere jedes Mal wunderbar unterschiedlich und stimmig in ihrem Hintergrund sind.

Nathan "Nate" Reilly und Caesar Serrano treffen sich auf einer Party in Hollywood. Nathans Schwester spielt ein wenig Glücksfee, damit ihr zurückhaltender Bruder ein bisschen Spaß hat. Und Spaß haben sie. Nate und Caesar landen im Bett, sind arg betrunken und alles riecht nach einem entspannten One-Night-Stand ohne nachfolgende Konsequenzen. Dass andere Bedürfnisse im Hintergrund rumoren, merkt der Leser spätestens, als die beiden einschlafen und hinterher merkwürdig scharf darauf sind, eine Portion menschliche Nähe abzugreifen.
Bis hierhin haben wir also den Beginn einer schwulen Romanze. Wir wissen nicht viel von den Protagonisten abgesehen von ihrem äußeren Erscheinungsbild.

Der nächste Morgen ändert alles. Nate muss sich verkatert der Tatsache stellen, dass er unerwartet zum Dienst muss, und reagiert ein wenig "unrund" auf den fremden Mann in seinem Bett. Er setzt ihn mehr oder weniger charmant vor die Tür mit dem Hinweis, dass Caesar sich Geld für ein Taxi aus seinem Portemonnaie nehmen soll. Der wiederum ist ebenfalls nicht begeistert, als er Nates Polizeimarke vorfindet und stiften geht ...
Damit kommen wir zum Kern des Ganzen: Nate ist ein Cop, und Caesar lebt zwischen den Welten. Es reicht nicht für einen Schwerverbrecher, aber er verdient sich seinen Lebensunterhalt als Einbrecher. Dass diese Kombination kein Quell wahrer Freude ist, dürfte klar sein.

Ihre gemeinsame Geschichte scheint zu Ende, bevor sie begonnen hat. Glücklicherweise greift der Zufall ein - oder der Autor, was an dieser Stelle allerdings ein wenig plump ist -, sodass die beiden sich gleich zwei Mal über den Weg laufen, als Nate im Dienst ist. Und der ist inzwischen zu der Erkenntnis gekommen, dass Caesar ein ausgesprochen vielversprechendes Häppchen ist. Leider hält Caesar so gar nichts von ihm. Verständlich: Er lebt in einer Gegend von LA, in der man sich keine Freunde macht, wenn man mit den Cops auf Du und Du ist. Oder mit ihnen ins Bett geht.
Die Dinge ändern sich, als Caesar in ein Haus einbricht und dort etwas vorfindet, was er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Und der Einzige, an den er sich wenden kann, ist Nate ...

Was haben wir?
Wir haben ein Buch mit viel Erotik, ungemein sympathischen Protagonisten und einer sehr liebevoll ausgearbeiteten Welt, in der sie sich bewegen. Was mir ein klein wenig den Spaß genommen hat, sind ein oder zwei Dinge, die zu aufgesetzt wirken. Siehe, dass die Protagonisten sich dauernd zufälligerweise über den Weg laufen - gleich drei mal insgesamt spielt das Schicksal die Karten so aus, dass Nate zufällig zur Stelle ist oder hinzugerufen wird, als Caesar in der Klemme ist. Das ist für meinen Geschmack ein bisschen arg viel und das gibt eine Ratte Abzug, weil ich mir sicher bin, dass man das auch anders hätte lösen können.
Aber ansonsten: Ein sehr schönes, leicht zu lesendes englisches Buch mit viel Männerschweiß. Oder Blut. Oder was auch immer.

Freitag, 18. Mai 2012

Buchrezension: Brigitte Blobel - Bis ins Koma

Ja, Raik konnte es wieder nicht lassen. Ich musste auf den Spuren von Autoren wandeln, die von früher bekannt sind.
In diesem Fall bin ich über Brigitte Blobels Bis ins Koma gestolpert. Ich fand die Thematik des Komasaufens interessant. Das Phänomen hat in meiner Generation ihren Anfang genommen - ihr wisst schon, die klassischen Schul-Partys, auf denen mehr Alkohol floss, als irgendjemand kontrollieren konnte - und ist mittlerweile sicherlich ein großes Problem.
Ich habe mich gefragt, wie man ein solches Thema für Jugendliche aufarbeitet.

Die Antwort ist: Erschreckend.

Das Problem ist nicht die Geschichte des 15-jährigen Marvin, der allein mit seiner Mutter lebt und versucht, seinen Weg zu finden. Einen Weg zwischen der Scheidung seiner Eltern, zwischen der Loyalität gegenüber seiner Mutter und dem Hass gegen seinen Vater, zwischen dem Wunsch nach Geld und Anerkennung.
Er gerät in eine Seifenoper - und das meine ich wörtlich - und muss auf einmal als Erwachsener fungieren. Als Erwachsener, der Teil einer Fernsehproduktion ist, was ihn in der Summe an einen Punkt führt, an dem ihm mehr abverlangt wird, als er leisten kann.
Erste Liebe, familiäre Probleme, Vertrauensverluste erst beim Vater, dann bei der Mutter, Freunde, Status, Schule, Arbeit ...
Für Marvin ist es zu viel. Und wir werden Zeuge, wie er langsam abrutscht. Dieser Weg ist für mich gut und reell dargestellt. Gut für Jugendliche.

Was mich hingegen erschreckt, ist der Epilog.
Am Ende erfahren wir, dass Marvin sich der Straight Edge-Bewegung anschließt. Diese Gruppe wird als Lösung für seine Probleme dargestellt. Überhaupt fällt der Begriff Straight Edge schon vorher vermehrt. Und immer erfolgt die Darstellung einer Gruppe, die sich ausschließlich dem Verzicht auf Alkohol verschrieben hat.
Das ist falsch. Ich weiß nicht, warum Brigitte Blobel an der Stelle nicht deutlicher geworden ist. Aber sie vernachlässigt die Tatsache, dass es bei Straight Edge um etwas mehr geht als um den Verzicht auf Alkohol.
Fakt ist, dass Straight Edge je nach Gruppe und Auslegung nicht nur Alkohol ablehnt, sondern auch das Essen von Fleisch. den Konsum von Drogen jeder Art (auch Tabak) und Sex. In einigen Hardliner-Gruppen kann dies zu Formen führen, die für mich etwas Fanatisches haben.
Davon wird nichts erwähnt. Straight Edge wird dargestellt, als wäre es eine höchst vernünftige, unbedenkliche Vereinigung, die Jugendlichen klar macht, dass es nicht gut ist, sich ins Koma zu saufen.
Kleinigkeiten wie die Tatsache, dass es Straight-Edge-Unterbewegungen gibt, die Homosexualität ablehnen, wird freundlich unter den Tisch fallen gelassen.

Ich weiß also nicht, was mit Marvin geschieht.
Vielleicht gerät er an die Guten von Straight Edge. Vielleicht malt er sich ein Kreuz auf den Handrücken, schwört dem Alkohol und anderen Drogen ab, und das ist alles. Da er aber blind den Kontakt über das Internet gesucht hat, kann es genauso gut sein, dass er in einem Jahr kein Problem mit Alkohol mehr hat, aber dafür mit seiner eigenen Sexualität und mit Schwulen und Lesben.
Macht ja nichts. Hauptsache, er trinkt nicht mehr ...

Meine persönliche Meinung:
Nicht empfehlenswert für Jugendliche, deren Wertewelten sich noch allzu leicht formen lassen.
Zwei Ratten, weil die Komatrinken-Geschichte gut gemacht war.
Aber was nutzt das alles, wenn sich dahinter ein politisches Statement versteckt, das in die nächste Falle führen kann? Das ist, als würde man einem Kranken ein Medikament verschreiben und ihn nicht daran erinnern, dass er die Packung nicht auf einmal schlucken soll, weil das dann doch ungesund sein könnte.



Donnerstag, 17. Mai 2012

Update

Ja, was treibe ich zur Zeit? Hier ist nicht viel los, gelle?
Auf jeden Fall hoffe ich, dass ich in den nächsten Tagen dazu komme, meinen SgannrB zu verkleinern. Wer nicht weiß, was das heißt: Ein Stapel-gelesener-aber-noch-nicht-rezensierter-Bücher. Es sind ein paar spannende Sachen dabei, wie ich finde. Leider nicht viel, was für meine Challenges infrage kommt.

Des Weiteren arbeite ich am Showdown von Zenjanischer Lotus. Insgesamt gibt es noch vier oder fünf Kapitel - mal schauen, wie sehr eine spezielle Szene ausufert - und den sehr kurzen Epilog.
Ich verlasse Sunda und die Jungs äußerst ungern. Meine erste Fantasy-Welt ... und ihr habt nur winzige Teile davon gesehen. Nur einen Kontinent von drei bekannten und nur zwei der fremdartigen Völker kamen vor; und wieder nur eins davon auf eine Weise, die im Gedächtnis bleibt. Guter, alter Szaprey.
Aber wenigstens kann ich verkünden, dass wir schon das Coverdesign haben, sodass Lotus erscheinen kann, sobald alle Weichen gestellt sind.

Schmiedehandwerk 14. Jahrhundert
Kästchen im gotischen Stil
Weiterhin haben ich mich heute einmal mehr in den Museen herumgetrieben, um Hitnergrundrecherche für Eine Handbreit Seil (Arbeitstitel) zu betreiben. Ihr erinnert euch an mein nächstes, historisches Projekt? Ich freue mich unendlich auf die Recherchereise nach England und hoffe, dass ich von dort viele interessante Informationen mitbringen kann.
Und ich hoffe wirklich, dass Worcester dann nicht wieder unter Wasser steht, wie es das vor ein paar Wochen getan hat.


So weit von hier.
Liebe Grüße,
Raik